Wettstreit der Hadler Feuerwehren

Hadler Feuerwehrtag in Stinstedt: 73 Gruppen aus 34 Feuerwehren löschten und retteten um die Wette / Sehr gute Beteiligung


Bei den Leistungswettbewerben waren Schnelligkeit und Routine gefragt. Für Fehler gab es Punktabzüge - darüber wachten die Punktrichter, welche das Geschehen genau beobachteten

 

"Wasser marsch!" - wenn die Schlauchverbindung gelegt war musste ein Kanister getroffen werden


Vorsichtig öffnet der Feuerwehrmann die Tür des Unfallwagens. Mit geübtem Griff befreit er den Verletzten und gemeinsam mit einem Kollegen wird das Unfallopfer auf eine Trage gelegt. Was sich dramatisch anhört, war glücklicherweise nur eine Übungsaufgabe beim Hadler Feuerwehrtag, der am Wochenende in Stinstedt stattfand.
„Menschenrettung" und „Brandbekämpfung" lauteten die Szenarien, die die 73 teilnehmenden Gruppen unter den strengen Augen der Wertungsrichter um den Wettbewerbsleiter; Lamstedts Gemeindebrandmeister Hartmut Müller, bewältigen mussten. Dabei kam es nicht nur auf die Schnelligkeit an. „Auch die eigene Sicherheit und die Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften müssen berücksichtigt werden", erläuterte der Abschnittsleiter des Brandschutzabschnitts Land Hadeln, Otto Schlichtmann.
Er zeigte sich zufrieden, dass die Wettbewerbe sich einer ungebrochenen Attraktivität erfreuten. Während im vergangenen Jahr 67 Gruppen teilnahmen, waren es in diesem Jahr sechs mehr. Alle 34 Hadler Feuerwehren waren vertreten und kämpften im sportlichen Wettstreit um die Pokale und die Teilnahme am Kreisentscheid. Von den heftigen Regenfällen, die bereits im Vorfeld für einen aufgeweichten Boden gesorgt hatten und die während der Wettkämpfe immer wieder für erschwerte Bedingungen sorgten, ließen sie sich nicht beeindrucken.
Eröffnet wurden die diesjährigen Feuerwehrtage am Sonnabend mit einem Empfang, auf dem Stinstedts Ortsbrandmeister Reinhard Steffens die Teilnehmer und Gäste begrüßte. Er gab einen kurzen Einblick in die 92-jährige Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stinstedt.

Viele Ehrengäste

Zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, unter ihnen Landrat Martin Döscher, die SPD-Landtagsabgeordnete Birgit Meyn-Horeis, die Samtgemeindebürgermeister Werner Orten (Börde Lamstedt), Dirk Brauer (Sietland), Jens Koch (Hemmoor), sowie Georg Martens als stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Am Dobrock. Auch Kreisbrandmeister Helmut Heinemeyer sowie Abschnittsleiter Otto Schlichtmann und sein Kollege für Brandschutzabschnitt Wesermünde-Süd, Rolf Allerheiligen, waren mit von der Partie. Die Hadler Feuerwehrtage mit den Leistungswettbewerben fanden nicht zum ersten Mal in Stinstedt statt. Die kleine Börde-Gemeinde richtete bereits die vierte Veranstaltung aus. Stinstedts Bürgermeister Herbert Pape wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Feuerwehr hin: „Feuerwehr ist viel mehr, als bloß eine schicke Uniform zu tragen." Besonders in kleinen Orten erfülle sie neben Retten, Löschen und Bergen auch eine soziale Aufgabe.

„Hoher Stellenwert"

Werner Orten, Samtgemeindebürgermeister der Börde Lamstedt, hob den hohen Stellenwert hervor, den der „Tag der Hadler Feuerwehren" habe. Es gelte nicht nur, die Einsatzbereitschaft zu testen, sondern auch, Werbung für das Feuerwehrwesen zu betreiben. Um den Nachwuchs sei es aber, nicht zuletzt dank Einrichtungen wie der Jugendfeuerwehr, gut bestellt.
Er lobte die gute Zusammenarbeit der Stinstedter Vereine bei der Organisation der Wettbewerbe. So stellte unter anderem der Sportverein seinen Platz für die Wehren zur Verfügung.

Gute Zusammenarbeit

Landrat Martin Döscher war „gerne nach Stinstedt gekommen". Er betonte die Wichtigkeit der Freiwilligen Feuerwehren: „Sie sind das Rückgrat für ständige Hilfsbereitschaft." Bestrebungen, die Zahl der freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet zu reduzieren, erteilte der Landrat eine deutliche Absage.
Die Hadler Feuerwehrtage endeten mit einem Platzkonzert des Blasmusikzuges Wehdel, dem traditionellen Festumzug und der Siegerehrung.


Hier wurde die Brandbekämpfung
im ersten Stock simuliert
 

Ergebnisse

Sie war Gastgeber und sie war wieder einmal sehr erfolgreich. Die Freiwillige Feuerwehr Stinstedt konnte bei den Leistungswettbewerben der Hadler Feuerwehren, wie schon im Vorjahr, gute Plätze einfahren. In allen Wertungsgruppen belegten die traditionell wettkampfstarken Börde-Wehren die vorderen Plätze. In den einzelnen Wertungsgruppen wurden folgende Ergebnisse erzielt (genannt sind jeweils die ersten zehn Plätze):

TS (Tragkraftspritze):
1. Nindorf I
2. Abbenseth 111
3. Mittelstenahe 1
4. Nindorf 111
5. Steinau 1
6. Bülkau 1
7. Abbenseth I
8. Nordahn I
9. Heeßel
10. Nindorf II
 
LF (Löschfahrzeug):
1. Stinstedt I
2. Stinstedt II
3. Wanna Il
4. Stinstedt III
5. Nordahn II
6. Lamstedt I
7. Wingst I
8. Nordahn III
9. Ihlienworth I
10. Basbeck II
Altersgruppe:
1. Stinstedt
2. Steinau
3. Nindorf
4. Abbenseth
5. Ihlienworth
6. Hollen
7. Wingst
8. Armstorf
9. Klint
10. Osten
© by S.Stüve 06.05.02
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