|
Das Holz ist morsch, durch die Löcher in den Plastikwänden
pfeift der Wind und bei manchen Exemplaren wundert man sich
ohnehin, dass sie noch stehen. Die Rede ist von Buswartehäuschen
im Sietland. Doch dieser Anblick wird sich im Laufe des Jahres
verändern.
Der Sietländer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer spricht
von einer „sagenhaften Förderung".
Neben den 210000 Euro Zuschuss aus dem so genannten GVFG-Fördertopf
fließen noch rund 35 000 Euro vom Landkreis. Ebenfalls 35 000
Euro beträgt der Eigenanteil der Samtgemeinde. Die mehr als
280 000 Euro sind für insgesamt 37 Standorte vorgesehen: „Dort
stehen die marodesten Wartehäuschen - ziemlich schäbige Dinger",
meint Brauer. Das Gros dieser Plastik- und Holzruinen -
ausschließlich entlang der ÖPNV-Buslinien - ist in den
Außenbereichen und weniger in den Ortskernen zu finden.
Die neuen Wartehäuschen werden unter anderem mit einem
Fahrradständer, einer Pflasterung und auch Beleuchtung
ausgestattet. Je nach Lage und Bedarf kann zwischen drei
Typen ausgewählt werden. „Bei den Holz- und Glaskonstruktionen
handelt es sich nicht um Luxus, sondern um solide Arbeit", so
Brauer.
Kritik, dass es im Sietland sicherlich andere Probleme als
marode Wartehäuschen gibt, entschärft Brauer mit Hinweis auf
die hohe Fördersumme. „Wir hätten das Projekt sicherlich nicht
in Angriff genommen, wenn wir nicht diese hohe Förderung erhalten
würden." Das GVFG-Programm. aus dem der Großteil der Fördersumme
stammt, werde auch nur in diesem Jahr angeboten.
Spätestens bis zum Jahresende soll das Projekt abgeschlossen sein.
|