Das Sietland setzt auf die Kraft der Sonne
Samtgemeinde will ins Stromgeschäft einsteigen
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Auf den Dächern kommunaler Gebäude sollen Photovoltaikanlagen Strom erzeugen. Davon
verspricht sich die Verwaltung langfristig einen finanziellen Gewinn - auch wenn
erst einmal hohe Investitionen anstehen. Wenn alles nach Plan läuft, geht das Vorhaben
im kommenden Jahr an den Start. ![]() Derzeit sind fünf Gebäude im Gespräch, die sich für die Anbringung von Solaranlagen eignen würden: Die Turnhalle der Grundschule Wanna, der Schul- und Turnhallenkomplex in Ihlienworth, die Turnhalle Steinau, das Torfwerk in Wanna sowie die alte Meierei in Ihlienworth. Der Ihlienworther Gemeinderat machte am Montagabend einstimmig den Weg für die weiteren Planungen mit seinen Gebäuden frei. Ein solcher Beschluss steht für die Steinauer Turnhalle - sie ist im Gemeinde-Eigentum - noch aus. Alle Gebäude zusammen brächten es auf eine nutzbare Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Dabei käme nach Berechnungen der Verwaltung ein Jahresertrag von 100 000 bis 105 000 Kilowattstunden zusammen, mit denen sich Roheinnahmen von rund 50 000 Euro erzielen ließen. Nicht eingerechnet seien dabei die Abzüge durch Betriebskosten, Schuldendienst und anderes mehr, so Brauer. Er geht davon aus, dass nach fünf bis sechs Jahren ein „Liquiditätsüberschuss" erzielt wird - die Sache soll sich von da ab rechnen. Zunächst kostet die Angelegenheit aber ordentlich Geld: 500 000 bis 600 000 Euro sind im Gespräch. Die Samtgemeinde wird selbst als Betreiber fungieren. Die Flächen an ein Fremdunternehmen zu vermieten, schließt der Verwaltungschef aus. „Wenn, dann wollen wir auch selbst das Geld verdienen." Damit die Photovoltaikanlagen schon im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen können, müssen in diesem Jahr die noch offenen Fragen geklärt werden. Und davon gibt es einige. So ist die vertragliche Ausgestaltung noch nicht ganz klar - dabei spielen auch steuerliche und kommunalrechtliche Gründe eine Rolle. Möglicherweise wird es auch ein Bürgermodell geben, bei dem sich die Sietländer mit Anteilsscheinen beteiligen können.
Ausschreibung wird erarbeitet Im kommenden Monat wird der Sarritgemeindeausschuss über den Auftrag für die Ausarbeitung einer Ausschreibung beschließen. „Es wird eine offene Ausschreibung geben, bei der sich Firmen aus der ganzen Republik beteiligen können", so Brauer. Außerdem gilt es, zwischen den Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde Verträge zu schließen und die Finanzierung zu klären. Brauer hat in dieser Angelegenheit schon einmal bei der Kommunalaufsicht des Landkreises vorgefühlt. Schließlich wird die Samtgemeinde in Zukunft einer wirtschaftlichen Betätigung nachgehen, die eigentlich nicht zu ihren Aufgaben gehört. Doch der Sietländer Verwaltungschef ist optimistisch, dass sein Solarprojekt diese Hindernisse überwinden wird - und irgendwann mit Hilfe der Sonne Geld in die Gemeindekasse fließt. |