Vier Wehren bei Übung im Einsatz

Alarmierung für Sietländer Feuerwehrleute



Mit Chemieschutzanzügen wurden die Feuerwehrleute bei der Übung eingesetzt.
 

„Menschenrettung unter schweren Atemschutz aus Pkw mit Rettungsschere und Feuer in einem Geräteschuppen mit leicht brennbaren Materialien, eine unbekannte Zahl von verletzten und vermissten Personen."
Das war die Ausgangslage für eine Großübung in Ihlienworth-Siedenteil, an der Wehren aus Ihlienworth, Wanna, Odisheim, Steinau und die hauptamtliche Wachbereitschaft aus Cuxhaven teilnahmen. Insgesamt 80 Feuerwehrleute wurden aktiv.
Ein Lieferwagen mit Gefahrgutladung und ein Pkw waren nach einem Ausweichmanöver - so das Szenario - verunglückt. Während des Einsatzes wurde zeitgleich auch ein Feuer in Ihlienworth-Osterstraße gemeldet. Gemeindebrandmeister Horst Lunden und Atemschutzbeauftragter Lutz Zimmermann ließen zunächst die Sirene in Ihlienworth und kurz darauf in Wanna auslösen. Die Ortswehr Ihlienworth, die innerhalb weniger Minuten am Unfallort eintraf, nahm zuerst unter Atemschutz die „Menschenrettung" vor.
Aufgrund der vorgefundenen Situation mussten die Wehr Wanna und die Hauptberufliche Wachbereitschaft Cuxhaven, mit Gefahrgut-Abrollcontainer und Löschfahrzeuge zusätzlich alarmiert werden. Sofort nach Eintreffen der Ortswehr Wanna wurde ein Trupp mit Chemieschutzanzügen zur Rettung der verletzten Person und zur Bergung der zerbrochenen Behälter eingesetzt. Später wurde der Trupp aus Wanna von einem Trupp der Ortswehr Ihlienworth unterstützt. Der Einsatzbereich blieb abgesperrt. Es gab eine Stelle zur Dekontaminierung und einen Dreifach-Löscheinsatz, bestehend aus Schaumrohr, Pulverlöscher und C-Strahlrohr.
Die Wehr Odisheim übernahm die Personensuche. Die geretteten Personen wurden dekontaminiert und außerhalb der Absperrung an das Team der DRK-Ortsgruppe Wanna übergeben. Nachdem die Wehr Odisheim die vermisste Person schnell gefunden hatte, musste sie zum Schadenfeuer nach Ihlienworth fahren und die Wehr Steinau bei ihrem Brandeinsatz unterstützen.
Das Übungsfazit von Gemeindebrandmeister Horst Lunden und Karlheinz Lachmund von der Hauptamtlichen Wachbereitschaft: "Trotz massiven Einsatzes hat die Übung vom Ablauf her gut geklappt."

© by S.Stüve 10.05.05
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