Schulunterricht auf dem Pferderücken

Projektwoche "Wege zum Reiten"



 

So macht Schule Spaß: In der Reithalle statt in den Klassenräumen verbrachte eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der Grundschule Ihlienworth in den letzten Tagen ihren Unterricht.
14 Jungen und Mädchen aus den Klassen 1 bis 4, die zuvor allesamt noch nie etwas mit dem Reitsport zu tun gehabt haben, waren die Teilnehmer an der Projektwoche „Wege zum Reiten". Und einige von ihnen schafften am Ende der fünftägigen Aktion bereits sehenswerte Vorführungen auf dem sich bewegenden, manchmal schnaubenden Pferd.


 

Die Grundschüler waren begeistert von dieser Art von Schulunterricht.
 

Schulsport Reiten - das ist zwar immer noch ein außergewöhnliches schulisches Angebot, doch gerade in Ihlienworth ist es wortwörtlich naheliegend. Denn die Anlage des örtlichen Reitvereins liegt nur wenige Schritte entfernt vom Schulgebäude.
Und noch ein günstiger Faktor kommt hinzu: der Leiter des Projektwochen- Themas „Wege zum Reiten", der kommissarische Schulleiter Torsten Ayecke, ist selbst passionierter Reiter, stammt aus einer namhaften Pferdezüchter- Familie, hat zudem Ausbildungen zum Reitwart und für das heilpädagogische Reiten absolviert und ist Vorstandsmitglied sowohl im Ihlienworther Reitverein als auch in der örtlichen Deckstelle .
All dies bedeutete vor allem kurze Wege bei der vorherigen Absprache. Doch für ein solches Vorhaben ist natürlich weitere Unterstützung gefragt und die erhielt er von seiner Ehefrau und Lehrerkollegin Silke Ayecke und von Tanja Bitter, die beide mithalfen beim Reitunterricht für die Grundschüler. Tanja Bitter, die in Ihlienworth einen eigenen Reitschulbetrieb führt, brachte außerdem zwei ruhigen und mit Reitanfängern vertraute Schulponies mit. Zudem half der örtliche Reitverein, indem er die Halle zur Verfügung stellte und für weitere Kosten aufkam, sowie die Reiterliche Vereinigung, die geeignete Helmen auslieh. Beste Bedingungen also für das Reiten im Schulunterricht, das vor allem die Kinder gerne annahmen. „Mit einem Lächeln auf den Lippen", so Torsten Ayecke, seien die Kinder stolz vom Pferd abgestiegen.
Sie seien begeistert und motiviert gewesen und gerade die ansonsten eher konzentrationsschwachen oder hyperaktiven Kinder hätten auf dem Pferd sehr konzentriert und beeindruckt mitgearbeitet.
Gefördert werde bei den Kindern durch den Reitunterricht das Bewegungs- und das Selbstbewusstsein, das Gleichgewichtempfinden und das Rhythmusgefühl, meint der kommissarische Schulleiter. Außerdem würden natürlich neue Erfahrungen und Kenntnisse vermittelt. Und auch ganz allgemein habe das Reiten und der Umgang mit dem Pferd einen besonderen erzieherischen Wert.
Und weil das so ist, soll die Projektwoche „Wege zum Reiten" in Ihlienworth in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Doch nicht nur das: in Zukunft soll das Reiten an der Grundschule Ihlienworth auch im Rahmen von AGs angeboten werden. Wenn bis dahin die Rahmenbedingungen geschaffen worden sind, könnte aus diesen Plänen schon im Jahr 2006 Realität werden, ist Ayecke optimistisch.
Torsten und Silke Ayecke, sowie Tanja Bitter erteilten den Ihlienworther Grundschülern ersten Reitunterricht im Rahmen der Projektwoche.

© by S.Stüve 09.07.05
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