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Ihlienworth baut sich eine Zufahrt auf die schnelle Datenautobahn.
Bisher schien es, als rausche die Verbreitung der schnellen
Internetverbindung an der Gemeinde im Sietland vorbei. Doch jetzt
besteht die Möglichkeit, dass Ihlienworth Pilotanwender eines
Unternehmens wird, das bisher nur in Süddeutschland gewirkt hat.
Das Angebot: Breitband via Satellit.
Da in Ihlienworth Glasfaserkabel verlegt wurden, rückte besonders
dort eine schnelle Internetverbindung in weite Ferne;
der konventionelle DSL-Anschluss benötigt Kupferkabel. Eine technische
Umrüstung wäre sehr aufwändig und vor allem kostspielig.
Die EWE TEL GmbH plant, den kompletten Landkreis Cuxhaven zu
erschließen, außer Ihlienworth. Die Deutsche Telekom AG hat ein
Angebot gemacht, doch das Unternehmen verlange einen
Investitionskostenzuschuss, so Sietlands Verwaltungschef.
„Diese Mehraufwendung ist von der Gemeinde Ihlienworth nicht
leistbar". Durch die Informationsveranstaltung
der Agentur für Wirtschaftsförderung in Cadenberge im vergangenen
Dezember , sei die Verwaltung im Sietland auf die Alternative
„Breitband via Satellit" gestoßen.
Rolf Caspar von der Firma „SatDirect Caspar & Partner GbR" hatte
diese Alternative in Cadenberge vorgestellt. Das Unternehmen aus
Neuss ist zurzeit nur in Süddeutschland verbreitet und sucht
Pilotprojekte in Norddeutschland, um das Angebot zu erweitern.
Die Gemeinde Ihlienworth könnte ein solches Pilotprojekt werden.
Dann wäre eine dreimonatige Testphase kostenlos. Dazu müsste
lediglich ein zentraler Empfänger installiert werden.
Angedacht sei es, dass die Gemeinde Ihlienworth als Vertragspartner
fungiere und die Empfangsstation auf dem Rathaus platziert wird.
Von dort aus kann via Richtfunk (?) ein Radius von acht Kilometern
Luftlinie versorgt werden.
Ein echter Standortnachteil
„Es ist im Moment die einzig realisierbare Möglichkeit."
Der Verwaltungschef fügt hinzu, dass Handlungsbedarf bestehe. Schließlich
sei die fehlende Breitbandanbindung für Unternehmen ein echter
Standortnachteil.
Doch auch für Privatpersonen werde eine schnelle Internetverbindung
zunehmend wichtiger. Als Beispiel sei genannt, dass Kinder für die
Schule immer häufiger auf schnellen Datentransfer angewiesen seien [Ja klar ;-)]. Zudem
bedeute die Breitbandverbindung auch Lebensqualität.
Allerdings entscheidet sich die Umsetzung und der Erfolg des Projektes am
Interesse innerhalb der Gemeinde. Denn: Je mehr dieses Angebot nutzen, desto
günstiger wird es.
Dennoch wird Anfang Februar zuerst das Gespräch mit der Werbegemeinschaft
Ihlienworth gesucht, um das Interesse der Unternehmen abzufragen und diese
über die Vorstellungen der Gemeinde zu informieren.
Außerdem wird es eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben. Am
Montag, 6. Februar, um 19.30 Uhr, informiert Rolf Caspar in
Rüsch 's Sommergarten über die Möglichkeiten der Breitbandnutzung in
Ihlienworth via Satellit. An diesem Abend können sich Interessierte unter
anderem über das Produkt oder die entstehenden Kosten informieren. Auch
technische Fragen können geklärt werden.
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