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Die Frühlingsfahrt der Kanu-Abteilung des TSV Ihlienworth fand zum 25. Mal
statt. Rund 60 Vereine statteten den Sietländer und Hadler Gewässern im
Laufe der Jahre einen Besuch ab. In diesem Jahr waren 110 Teilnehmer dabei.
Auch die beiden Vorsitzenden des Bezirks Lüneburg/Stade waren beim Treffen zu
Gast.
Anfang der 50er-Jahre fanden sich einige Paddler als loser Zusammenschluss
zusammen. 1964 schloss sich die „Wassersportgemeinschaft Ihlienworth" als
Kanu-Abteilung dem TSV Ihlienworth an. Von 1966 bis 1968 wurde dann das
Bootshaus, das zuvor als Baracke auf dem Altenheimgelände von Ihlienworth
stand, am Rande des Sportplatzes wieder auf- und dementsprechend umgebaut.
Am Wochenende des 20. und 21. April 1985 fand schließlich die erste
Frühlingsfahrt der Abteilung statt. Dieses Treffen jährte sich nun zum
25. Mal und findet immer am dritten Wochenende im April statt.
Erneut waren wieder viele Kanuten der Einladung der Ihlienworther gefolgt.
Schon einige Tage zuvor trafen die ersten Paddler mit ihren Wohnwagen und
Zelten am Sportplatz und um das Bootshaus herum ein. Und auch das Wetter
spielte mit.
Bewusst hatte man auf große Feierlichkeiten verzichtet: Man wollte den
gewohnten Ablauf beibehalten. Traditionen spielen in Ihlienworth ohnehin
eine große Rolle. Fotoalben mit Bildern aus vergangenen Zeiten lagen
bereit und eine kleine Ausstellung mit alten Zeitungsausschnitten und
Statistiken war vorbereitet. Hieraus war auch ersichtlich, dass in den
letzten 25 Jahren über 60 Vereine zu Gast in Ihlienworth waren.
Seit jeher ist das Paddeln ein Familiensport. Viele Kinder sind - so
die Organisatoren - „im Kajak groß geworden". Den teilnehmerstärksten
Verein bildete seit 1997 der KSW Wilhelmshaven.
Manfred Krüger ist schon 34 Jahre Spartenleiter. Ein eingespieltes Team
von freiwilligen Helfern kümmerte sich wie immer um den reibungslosen
Ablauf der Veranstaltung. Ein vertrauter Brauch ist zudem die Auszeichnung
von Kanuten mit Pokalen in verschiedenen Kategorien. Die Ehrungen im
Jubiläumsjahr nahm Manfred Krüger im Beisein der Vorsitzenden des Bezirks
Lüneburg/Stade, Peter Papowski aus Celle und Klaus Lemkau aus Ottersberg,
vor. Den Wanderpokal für den teilnehmerstärksten Verein erhielt der
WSV Wilhelmshaven, den Platz der größten Jugendmannschaft teilten sich der
KC Rönnebeck und der TSV Bremervörde.
Ältester Teilnehmer an diesem Wochenende war der 81-jährige Anton Günter
Gerdes (WSV Nordenham), der jüngste mit 13 Jahren Nico Brants (EKC Emden).
Die weiteste Anreise hatten Karla und Willi Pletsch aus Wuppertal. Und
Dr. Werner Hohmann kam wieder einmal mit dem Fahrrad aus Essen angereist.
Er erhielt den Pokal für diese außergewöhnliche Leistung bereits zum
vierten Mal.
Das Helferteam um Birgit (r.) und Manfred Krüger (2.v.r.) sorgte auch
in diesem Jahr für einen reibungslosen Ablauf (es fehlt Rolf Borchert).
Aber auch der sportliche Aspekt spielte eine große Rolle. Am ersten Tag
fand eine Vorfahrt auf der Emmelke, deren Strecke 28 Kilometer umfasst,
statt. Am Tag darauf konnte dann die Auswahl zwischen zwei Touren
getroffen werden - und zwar vom Bootshaus der Kanu-Abteilung auf der
Medem bis nach Otterndorf, Elbdeich und zurück (34 km) oder per Rundkurs
über den Hadler Kanal und zurück auf der Medem (34 km).
Zum Jubiläum wurde sich auch ein neuer Fahnenmast geleistet. In diesen
Tagen wurde dort eine Schweizer Flagge gehisst und ein Schild mit der
Aufschrift „Aare" angebracht.
Das hat folgenden Hintergrund: Der Deutsche Kanuverband hat in seinem
Internetauftritt auf einer Übersichtskarte sämtliche Bootshäuser der
Kanuvereine aufgeführt. Und dort wurde das Ihlienworther Haus in die
Schweiz an den Fluß Aare gesetzt.
Der Fehler ist inzwischen zwar berichtigt worden, aber ein befreundeter
Kanute machte sich einen Spaß daraus und schenkte dem Verein eine Schweizer
Flagge, die seitdem am Ihlienworther Bootshaus im Wind weht.
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