Kamaradschaft & Geselligkeit

Von der Zeit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ihlienworth bis zum heutigen Tage waren die Männer der Wehr neben dem regelmäßigen Dienst immer bestrebt, das Vereinsleben, die Kameradschaftspflege und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen zu lassen. Nach dem Kriege wurde erstmals am 18. Februar 1950 ein Wintervergnügen in der Gaststätte Rüsch gefeiert.

Es spielte die Kapelle Ernst Stockfisch. Dieser Feuerwehrball wird auch heute noch gefeiert, seit 1952 mit einer plattdeutschen Theateraufführung.


1952: 1. Theateraufführung »De rieke Deern«
(v.l):Käthe Köppel, Friedrich-Wilhelm Lunden, Robert Reisen, Liesel Köller, Heinz Eickmeyer

Mit »De rieke Deern« trat die eigene Theatergruppe erstmals auf. Damals spielten mit: Käthe Köppel, Liesel Köller, Robert Reisen, Harry Eggert, Friedrich Wilhelm Lunden und Heinz Eickmeyer. Im Jahr 1994 wurden die Besucher des Feuerwehrballes mit »Dat Doktorbook« unterhalten.
Außerdem wird im Jubiläumsjahr noch ein weiteres Lustspiel uraufgeführt: » Dat löppt sik allens trecht«, geschrieben von unserem Kameraden Rudi Jäger.


1975: »Dat Doktorbook«
(v.l):Georg Nintzel, Rudolf Jäger, Amanda Nintzel, Gerhard Wackhusen, Hanna Thiel, Gerda Griemsmann, Detlef Segelke, Rosel Sparnicht; und souffleurmäßig Friedrich-Wilelm Lunden

Von Beginn an nimmt die Wehr mit mehr oder weniger Erfolg an den Wettbewerben der Kreisfeuerwehrfeste, heute Leistungswettbewerbe des Brandschutzabschnittes Land Hadeln (Hadler Feuerwehrtage), teil. Für uns stand und steht dabei jedoch immer die Kameradschaftspflege im Vordergrund.

Damals wie heute beteiligt sich die Freiwillige Feuerwehr alljährlich an den Schützenfesten in Ihlienworth und Medemstade. Mit Begeisterung nimmt man am Vogelschießen des Schützenvereins Ihlienworth teil. Ebenfalls beteiligen wir uns an den Sommerfesten des Kreisaltenheimes Ihlienworth und an den Boßelturnieren der Polizeistationen Ihlienworth und Otterndorf mit den Feuerwehren der Samtgemeinden Hadeln und Sietland. Abordnungen besuchen die Feuerwehrbälle der Nachbarwehren. Nicht vergessen werden dürfen die Kameradschaftsabende bei Rüsch, bei Katt oder wo auch immer und die Ausflüge. Es gibt wohl kaum einen Flecken in Norddeutschland, den wir noch nicht besucht haben. So kam die Öffnung der Grenzen gerade richtig, und wir konnten 1992 einen Ausflug nach Thüringen unternehmen.

In guter Erinnerung sind auch noch die zwei Fußballfreundschaftsspiele gegen die Freiwillige Feuerwehr Cuxhaven-Groden zugunsten der Aktion Sorgenkind.

Man verstand es aber auch, den Dienst mit dem Angenehmen zu verbinden. Gern erinnert man sich an frühere Nachtübungen, zum Teil gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinau, mit anschließendem Aalessen.

Zur Kameradschaftspflege ist außerdem zu zählen, wenn die Wehr, wie 1993 geschehen, der Berufsfeuerwehr Bremerhaven einen Besuch abstattet, mit einem selbstgebauten Wagen am Ernteumzug in Wanna teilgenommen wird oder die Kameraden für einen reibungslosen Ablauf der Umzüge bei den Schützenfesten, Laternelaufen, Osterfeuer oder der Veranstaltung des Pferdezuchtvereins sorgen. Vor etlichen Jahren: Nach getaner Arbeit mit Beginn der Pferdeschau zog man sich in die Kantine der Reithalle zurück; nach einiger Zeit stellte ein Kamerad entsetzt fest, wo sind denn nur die Pferde. Da war die Veranstaltung schon längst vorbei.

Man sieht also, die Feuerwehr hat neben Dienst und Einsätzen ein volles Programm!

© by S.Stüve 10.01.02
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