Konflikt zwischen Freiwilliger Feuerwehr
|
|
Einen ernsthaften Konflikt zwischen Freiwilliger Feuerwehr und den Kirchspielen Oster- und Wester-Ihlienworth, in den sogar der Landrat eingeschaltet wurde, hat es im April 1930 gegeben. Die Gemeinde hatte sich geweigert, dem Fuhrunternehmer Gooß für die Beförderung der Spritze zur Brandstelle die geforderte Summe zu zahlen. Am 19. April 1930 schrieb Hauptmann Johann Segelke an den Landrat: »Die Freiwillige Feuerwehr bittet nochmals dringend doch diese Angelegenheit bis zum 27. April 30 zu regeln, andernfalls die Wehr geschlossen ihr Amt bestimmt zum 1. Mai niederlegt. « Dazu ist es nicht gekommen. Schon am 24. April fand in Ihlienworth eine Besprechung statt, an der die Schultheißen Foltmer und Wilckens, Feuerwehrhauptmann Meyer und ein Vertreter des Landrats teilnahmen. Während der Verhandlung kam es laut Aktenvermerk zu einer Einigung zwischen Kommando und Gemeinde. In dieser Besprechung wurde noch ein anderer strittiger Punkt angeschnitten. Die Feuerwehr hatte verlangt, die Auffahrt zum Spritzenhaus pflastern zu lassen, damit im Ernstfall die Spritze leichter abtransportiert werden könnte. Die Maßnahme könne nicht zur Ausführung gelangen, gab Schultheiß Foltmer zu bedenken, weil das Spritzenhaus sich auf dem Grund und Boden der ersten Pfarre befände. Man einigte sich, den Transport der Spritze bei Feuer einer stärkeren Mannschaft zu übertragen.
1950-1962 - Spritzenhaus neben dem (ehemaligen) Rathaus
|