Neue Spritzen in den Jahren 1914 und 1942 |
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Im Jahre 1914 muß die alte Spritze in einem sehr desolaten Zustand gewesen sein. Davon zeugen sehr umfangreiche Briefwechsel zwischen der Freiwilligen Feuerwehr, den Kirchspielgerichten, dem Landrat, verschiedenen Versicherungen und einer Herstellerfirma. Sogar die Aufsichtsbehörde in Otterndorf hat als Ergebnis einer Spritzenprobe in Ihlienworth in einem Schreiben an die Kirchspielgerichte Oster- und Wester-Ihlienworth festgestellt, daß »der gegenwärtige Zustand der dortigen Hauptspritze direkt gefahrbringend für die Feuersicherheit der Bewohner« sei »und nicht länger andauern« dürfe. Wenn eine Reparatur nicht sinnvoll sei, stellt der Landrat fest, sollte »der Erwerb einer neuen Spritze beschlossen werden«.
Alte Spritze
Dieser Meinung schlossen sich auch die Ihlienworther Repräsentanten in einer Sitzung am 17. Juli 1914 an. Schon einen Tag später bekundeten sie gegenüber dem Spritzenfabrikanten Tidow in Hannover ihr Interesse am Kauf einer neuen Spritze und baten um den Besuch eines Vertreters, um eine geeignete Spritze auswählen zu können. Die Kaufverhandlungen verliefen sehr zügig, so daß die Firma Tidow bereits am 24. Juli 1914 durch ihren Vertreter einen detaillierten Kostenanschlag vorlegen konnte. Ergänzt wurde das Angebot durch eine sehr genaue Beschreibung der Spritzen-Bestandteile. |
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Schon einen Tag später wird der Auftrag von der Lieferfirma
bestätigt und die Lieferfrist auf den B. August festgelegt. Laut
vorliegender »Abnahme-Bescheinigung« wurde die Spritze am 7.
August 1914 in Hannover-Badenstedt überprüft und zum Versand
gebracht. Am 9. September schreibt die Firma Tidow »An den
verehrlichen Gemeinde-Vorstand Oster- und Wester-Ihlienworth:
Ich vermisse noch Ihre Zahlung von 1779 Mark für die Ihnen
gelieferte Feuerspritze. In der jetzigen Zeit ist es dringend
notwendig, daß die fälligen Zahlungen geleistet werden, denn
ich brauche zum Unterhalt meiner Leute alle außenstehenden
Forderungen und zur Erledigung größerer Verpflichtungen.« |
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Die 1914 gelieferte Spritze mußte viele Jahre ihre
Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen. Erst im Jahre 1942
erhielt die Feuerwehr auf Antrag der Gemeinde Ihlienworth eine
Kraftfeuerspritze mit 200 Meter Schläuchen für 4426 Reichsmark. |