Sietländer weiter unzufrieden mit RROP-Entwurf

Am nächsten Dienstag (05.03., 14.30 Uhr im Kreishaus) wird sich der Wirtschafts- und Regionalplanungsausschuss des Kreistages mit dem zum wiederholten Male überarbeiteten „Regionalen Raumordnungsprogramm" (RROP) beschäftigen. Zwar hat es in dem neuesten Entwurf weitere Zugeständnisse an die Sietländer Landwirte gegeben, die durch die Ausweisung von „Vorrangstandorten für Natur und Landschaft" mittelfristig in ihrer Existenz bedroht sehen. Doch die Kritik ist nicht verstummt.
Insbesondere in der Gemeinde Wanna gibt es weiterhin Vorbehalte. Der Wannaer Bürgermeister Hans-Hermann Peters (SPD) begrüßte auf der Ratssitzung der Samtgemeinde Sietland zwar, dass zahlreiche landwirtschaftliche Flächen inzwischen nicht mehr als Vorranggebiet für Natur und Landschaft vorgesehen seien. Aber von dieser Streichung habe Wanna im Gegensatz zu den übrigen Sietlandgemeinden kaum profitiert. Kritik gab es auch vom Ratsmitglied Ernst Kopf. Der CDU- Politiker kritisierte, dass zum Beispiel in Wanna entlang der Emmelke ein teilweise 400 Meter breiter Schutzstreifen im Entwurf eingezeichnet sei. Zwischen Ihlienworth und Otterndorf habe dieser Streifen bei weitem nicht diese Dimensionen.
Der Sietländer Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer verwahrte sich gegen Äußerungen aus Reihen der SPD, dass sich die Verwaltung nicht genügend für die Wannaer Interessen eingesetzt habe. Erstens habe er versucht, die Interessen der Samtgemeinde zu vertreten. Zweitens entscheide nicht die Samtgemeinde, sondern der Landkreis über das RROP.

© by S.Stüve 27.02.02
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