|
Ihlienworth:
Die Samtgemeinde Sietland denke gar nicht daran sich aufzulösen,verkündete am Dienstagabend (05.12) Ihlienworth`s Bürgermeister H.-D. Schuldenmeister(HDH), zugleich Burgermeister der Samtgemeinde, während der Sitzung des Gemeinderates. Damit wandte er sich gegen Gedankenspiele, die aus dem Kreishaus laut geworden waren. Es grenze schon an Rufmord, wenn die Existenz der Samtgemeinde öffentlich in Frage gestellt werde, sagte HDH. Ohnehin sei es nicht Aufgabe des Landkreises, eine Gebietsreform einzuleiten. Wenn überhaupt, dann wäre das Angelegenheit des Gesetzgebers, und die Samtgemeinde müsste sich per Beschluss des Rates selbst auflösen. Doch dafür gebe es weder eine Absich noch einen Anlass. Nicht das " fünfte Rad am Wagen " sein Fast 30 Jahre hätten die Gemeinden des Sietlandes nach Gründung der Samtgemeinde gebraucht, um zu einer Einheit zusammenzuwachsen. Vor allem in Wanna könne man sich noch daran erin- nern, wie es zu Beginn der 70er Jahre war das fünfte Rad am Wagen einer Samtgemeinde zu sein, bevor die Gemeinde zum Sietland stieß;. Genau das könnte den Gemeinden drohen, würden sie sich der Samtgemeinde Hadeln anschließen. Ein noch weiter vergrössertes Gebiet der Samt- gemeinde hätte mehr Unübersichtlichkeit, mehr Bürgerferne zur Folge. (noch weiter...!?) Dafür kämpfen, dass die Samtgemeinde erhalten bleibt HDH:" Wir wollen dafür kämpfen, dass die Samtgemeinde in ihrer Substanz erhalten bleibt." Auch bei einem Treffen der Bürgermeister des Sietlandes, welches gerade erst stattgefunden hat, sei man sich in dieser Frage einig gewesen. " Wenn das Sietland aufgelöst wird, dann müssten auch andere Samtgemeinden im Landkreis aufgelöst werden, die ebenfalls strukturschwach sind." Schließlich sei nun einmal der gesamte Landkreis strukturschwach und das Sietland, wo die Land- wirtschaft nun einmal nach wie vor eine bedeutende Rolle spiele, nur ein Teil davon. Wer die hohe Verschuldung der finanzschwachen Samtgemeinde als Argument für ihre Auflösung ins Feld führe, dem müsse entgegnet werden, dass die Samtgemeinde schließlich die Verbind- lichkeiten der Gemeinde Ihlienworth und Wanna zum Bau der Kanalisation in Höhe von einigen Millionen Mark übernommen habe, gleichzeitig aber in den vergangenen Jahren (in)konsequent den Schuldenabbau um mehrere Millionen Mark vorangetrieben habe. (Ansichtssache!) In den nächsten Jahren werde man sich auf die anstehenden Aufgaben der Entwicklung des Sietlandes konzentrieren und unter anderem den Wassertourismus in Gang bringen, so HDH. Einen kleinen Teil zur Steigerung der Finanzkraft könnte der neue Vertrag mit der EWE über die Konzessionsabgabe beitragen, den der Rat anschließend absegnete. Als das ehemalige ÜNH in der Samtgemeinde Gasleitungen verlegte, blieben diese zunächst frei von dieser Abgabe. Rat beschließt Vertrag mit EWE über Gas-Konzessionsabgabe Durch die Fusion zur EWE haben sich die Voraussetzungen verändert und die Gasabgabe fließt in die Kasse des Sietlandes. Im Gegenzug erhält der Vertrag eine 20-j&aml;hrige Laufzeit und die EWE-AG schließt nach und nach die Ortskerne, aber auch die Außenbezirke ans Gasleitungsnetz an. |