Reiterverein Ihlienworth e.V.


Die Zeit der Pferde, seit Jahrtausenden treue Begleiter und Diener des Menschen, schien in den 50er und 60 Jahren durch die Mechanisierung bei uns vorüber. Die edlen Vierbeiner brachten keinen ökonomischen Nutzen mehr, im Gegenteil, sie kosteten nur. Die Ställe leerten sich, der Anblick von Pferden wurde zur Seltenheit. In dieser Situation war es ohne Frage der seit dem Zweiten Weltkrieg wieder aufstrebende Reitsport, der ihnen ein Überleben in unseren Breiten sicherte. Als sich 1925 Ihlienworther Bürger zusammenfanden, um den Reitverein Ihlienworth zu gründen, gehörte das Pferd als unentbehrlicher Helfer noch fest zum alltäglichen Bild. Seine Verwendung im Reitsport blieb damals im Gegensatz zu heute eher einer Minderheit vorbehalten. Im Zweiten Weltkrieg ruhte die Vereinstätigkeit. 1946 gab es einen Neuanfang. In den folgenden Jahren bis zur Gegenwart haben Dr. Georg Wisch, Otto Kopf, Georg Kopf und Gustav Schröder als Vorsitzende sowie Johann Hauschild als Geschäftsführer, Johannes Bitter als Reitlehrer und Horst Kleine für die Voltigierabteilung maßgeblichen Anteil an der Prägung des Vereins gehabt. Eine besondere Bereicherung stellt die 1965 erbaute Reithalle mit Stallungen dar. Aufgrund starker Nutzung wurde sie 1979 um einen Stallanbau erweitert und mit einer sanitären Anlage ausgerüstet. Die seit 1947 alljährlich vom Reitverein gestalteten Reiterfeste und Hallenturniere, letztere ab 1965, erfreuen sich inzwischen bei Einheimischen wie bei Gästen aus nah und fern großer Beliebtheit. Ein weiterer Anbau wurde 1995 fällig. Der Neubau wurde Größtenteils vom Reitverein in Eigenleistung erstellt.

Welchen Zuspruch der Reitsport heutzutage in unserer Gemeinde erfährt, zeigt die inzwischen auf 250 angewachsene von Mitgliedern im Reitverein Ihlienworth.


 
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