Turn- und Sportverein Ihlienworth e.V.


Im Jahre 1910 gründeten sportbegeisterte junge Männer aus Ihlienworth den Turnverein "Einigkeit". Zum Vorsitzenden wurde der Friseur Paul Noack gewählt. Das Turnen fand zweimal wöchentlich auf dem Saal des Vereinslokals Rüsch statt Als erste Geräte wurden ein Barren, ein Pferd und eine Hantel von 75 Pfund Gewicht angeschafft. Während des Ersten Weltkrieges ruhte der Turnbetrieb. Erst 1919 wurde das Turnen wieder aufgenommen. In den 20er Jahren nahmen einige Turner aus Ihlienworth mit großem Erfolg an Wettkämpfen teil. Rudolf Horeis, Otto Thobaben, und Ludwig Karsten gehörten aufgrund ihrer beachtlicher Leistungen der zwölfköpfigen Bezirksriege an. Zwei markante Einschnitte brachte das Jahr 1924. Zum einen öffnete sich der bis dahin reine Männerverein den am Sport interessierten Damen, zum anderen bekam er seinen heutigen Namen "Turn- und Sportverein Ihlienworth". Immer wieder beschäftigten sich die Sportler mit der Anlage eines geeigneten Sportplatzes. Beinahe wäre das geplante Bezirksturnfest 1928 in Ihlienworth wegen der nicht vorschriftsmäßigen Platzverhältnisse ausgefallen.

Im Zweiten Weltkrieg ruhte der Sportbetrieb weitgehend. 1946 begannen einige Akteure wieder zu turnen, Tischtennis und Handball zu spielen. Aber die äußeren Bedingungen waren sehr ungünstig. Die Geräte befanden sich in einem verwahrlosten zustand. Geld für Neuanschaffungen stand nicht zur Verfügung. Innerhalb von zwei Jahren erlahmten die sportlichen Aktivitäten wieder. Erst 1951 wagten 42 Turner und 26 Turnerinnen einen Neuanfang. Sie mußten mit bescheidenen Voraussetzungen zu frieden sein. Im Winter wurde hauptsächlich Geräteturnen und im Sommer Leichtathletik betrieben. 1958 wurde die Sparte Tischtennis gegründet, deren Mitglieder schon drei Jahre später die Bezirksmeisterschaft errangen. Mit dem Bau der Turnhalle und der Sportplatzanlage 1960/61 entwickelte sich sprunghaft neues sportliches Leben, für 1961 dokumentiert in dem enormen Anstieg der Mitgliederzahlen von 83 auf 243 und der in diesem Jahr neu gegründeten Abteilung Fußball. Die Verbesserung und Erweiterung der Sportanlagen in den 70er und 80er Jahren eröffneten zusätzliche Möglichkeiten und schafften die Voraussetzung für sportliche Erfolge. 1977/78 errangen die Badmintonspieler die Bezirksmeisterschaft Lüneburg/Stade. Heute gehören dem Verein 450 Mitglieder an, von denen sich eine große Anzahl aktiv in den Sparten Fußball, Volleyball, Basketball, Turnen, Tennis, Tanz und Kanu betätigen


 
 
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